Coronavirus-Chronik mit Entwicklungen vom 26. März

Coronavirus-Chronik mit Entwicklungen vom 26. März

27. März 2020 - 0:55 Uhr




Kampf gegen das Coronavirus

+++Alle aktuellen Nachrichten rund um das Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker+++

Deutschland kämpft gegen die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 – und braucht dabei mehr Tempo. Deshalb hat die Bundesregierung radikale Maßnahmen verhängt, die den Alltag der Bundesbürger extrem einschränken. Im Video zeigen wir, wie sich die Menschen in Deutschland gegenseitig in der Krise helfen. Mit dem RTL.de-Liveticker bleiben Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Alles, was wir bisher über das Coronavirus wissen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.


TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Das Corona-Virus hält Deutschland und den Rest der Welt in Atem. Wie konnte es zur rasanten Verbreitung kommen und was bedeutet der Ausbruch für unseren Alltag? Warum Wissenschaftler schon lange vor dem Ausbruch vor dem Virus gewarnt haben, erfahren Sie in der TVNOW-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus".



+++ HIER ALLE MELDUNGEN VOM 26. MÄRZ +++


23:16 Uhr -Sprunghafter Anstieg: USA jetzt mit den weltweit meisten Corona-Infizierten


26.03.2020, USA, Mesa: Mitglieder der Nationalgarde von Arizona packen und sortieren Lebensmittel in einer Lebensmittelbank Foto: Matt York/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Coronavirus - USA


© dpa, Matt York, MY fgj



Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. In den USA gab es bis Donnerstag 82.400 bekannte Infektionen, in China rund 81.800 und etwa 80.600 in Italien, wie aus einer Übersicht der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervorging. Weltweit gibt es nun mehr als eine halbe Million bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2.


US-Präsident Donald Trump sagte im Weißen Haus, die hohe Zahl bestätigter Infektionen in den USA liege daran, dass im Land so viele Tests durchgeführt würden. In anderen Ländern wie China wisse man zudem nicht, was die wirklichen Zahlen seien, sagte Trump. Experten gehen davon aus, dass es vielerorts wesentlich mehr Infektionen gibt, als bislang durch Tests bestätigt wurden.



23:08 Uhr - Merkel: Debatte über Lockerung der Corona-Maßnahmen zu früh


Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht noch keinen Grund, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. "Es kann noch nicht der Zeitpunkt sein", sagte sie am Donnerstag in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Infektionen verdoppeln. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden. Deswegen müsse sie die Menschen in Deutschland um Geduld bitten. Inzwischen sind in Deutschland mehr als 43.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mehr als 260 Infizierte sind bundesweit gestorben.



23:02 Uhr - In Irland steigt die Zahl der Virus-Toten auf 19

In Irland sind am Donnerstag zehn Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit habe sich die Zahl der Todesopfer auf 19 mehr als verdoppelt, teilt das Gesundheitsministerium mit. 255 weitere Bürger seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit seien insgesamt 1819 Infektionsfälle bekannt.



22:44 Uhr - Briten und Royal-Nachwuchs klatschen für medizinisches Personal

Tausende Briten haben sich am Donnerstagabend dem Ritual in anderen europäischen Ländern angeschlossen und für das medizinische Personal des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS Beifall geklatscht. Prinz William (37) und seine Frau Kate (38) posteten ein Video ihrer klatschenden Kinder. "Allen Ärzten, Krankenschwestern, Pflegern, Hausärzten, Pharmazeuten, Freiwilligen und anderen NHS-Mitarbeitern, die unermüdlich arbeiten, um den von Covid-19 Betroffenen zu helfen: Danke", schrieben sie dazu.


Großbritannien hatte am Donnerstag erstmals mehr als 100 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London am Donnerstagabend mitteilte, starben seit dem Vortag 115 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 578 an. Rund 11.700 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert.



22:28 Uhr - Nach Corona-Infektion: 101-Jähriger verlässt geheilt das Krankenhaus

Diese Nachricht macht Hoffnung: In Italien ist ein 101-Jähriger nach Angaben der Stadt Rimini nach einer Corona-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Herr P., wie die Vize-Bürgermeisterin den Mann nannte, sei 1919 geboren worden, als die Spanische Grippe in Europa wütete. Er habe harte Zeiten durchlebt mit Krieg, Schmerz und Hunger, aber auch Fortschritt und Wiederaufbau gesehen, schrieb Gloria Lisi. "Wir kennen ihn persönlich, aber wir wollen seinen Namen nicht öffentlich bekannt geben", bestätigte eine Sprecherin der Vize-Bürgermeisterin auf Anfrage der dpa am Donnerstag.


Der Mann sei am Mittwoch aus dem Hospital Infermi in der Adria-Stadt Rimini in der Emilia-Romagna entlassen worden und zu seiner Familie gekommen, schrieb Lisi. Gerade weil es viele Berichte gebe, dass die Covid-19-Krankheit die älteren Menschen in großer Zahl töte, hätten die Ärzte mit dieser Heilung ein Zeichen der Hoffnung gesetzt: "Um uns zu lehren, dass es auch mit 101 Jahren noch eine Zukunft gibt."



22:06 Uhr - Aktuelle Corona-Fallzahlen: Mehr als 43.600 Infizierte in Deutschland

Die US-amerikanische Johns Hopkins University meldet nun mehr als 43.600 Corona-Fälle in Deutschland. Besonders hohe Zahlen haben weiterhin Nordrhein-Westfalen mit mehr als 10.800 nachgewiesenen Fällen und 82 Toten sowie Bayern mit mehr als 8.800 Fällen und Baden-Württemberg mit mehr als 8.400 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 87,7 die meisten Infektionen. Mehr als 260 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.


Wie sich die Zahl der Infizierten in Ihrem Bundesland entwickelt, sehen Sie in dieser Grafik. 


International sehen die Fallzahlen derzeit so aus – die zehn Länder mit den meisten registrierten Fällen:


82.404 USA


81.782 China


80.589 Italien


56.347 Spanien


43.646 Deutschland


29.551 Frankreich


29.406 Iran


11.811 Schweiz


11.772 Großbritannien


9.241 Südkorea



21:53 Uhr - Papst Franziskus erteilt wegen Corona-Krise Sondersegen

Papst Franziskus erteilt am Freitag auf dem wegen der Coronavirus-Pandemie leeren Petersplatz in Rom den Sondersegen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis). Zuvor hält er eine Andacht. Das Katholiken-Oberhaupt will zudem um 18.00 Uhr die damit verbundene Generalabsolution erteilen. 



Coronavirus-Chronik mit Entwicklungen vom 26. März

Der Segen "Urbi et Orbi" wird eigentlich nur zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gesprochen. Hier spricht Papst Franziskus den Segen noch vor einem vollen Petersplatz - an Ostern vor ein paar Jahren.


© dpa, Handout




21:43 Uhr - In Frankreich stirbt erstmals eine Jugendliche am Coronavirus

Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Frankreich weiter stark gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 365 neue Fälle gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstag in Paris. Damit liege die Zahl nun bei 1696. Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern - die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, so Salomon. Die 16-Jährige könne zu den jüngsten je gemeldeten Todesopfern des Coronavirus zählen.


Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4000 Fälle auf 29.155 gestiegen.



21:34 Uhr - AKK: "Corona stellt uns auf eine Probe"


Berlin, Plenarsitzung im Bundestag Deutschland, Berlin - 25.03.2020: Im Bild ist Annegret Kramp-Karrenbauer Verteidigungsministerin, Bundesvorsitzende der CDU während der Sitzung des deutschen Bundestags zu sehen. Berlin Bundestag Berlin Deutschland

Annegret Kramp-Karrenbauer will prüfen, wann Ausgangssperren aufgehoben werden können.


© imago images/Christian Spicker, Christian Spicker via www.imago-images.de, www.imago-images.de



Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat Punkte genannt, die zu gegebener Zeit zur Lockerung der in der Corona-Krise verhängten Einschränkungen genutzt werden könnten. In einem Interview der Zeitung «Die Welt» sagte die Verteidigungsministerin: "Vieles deutet darauf hin, dass die besondere Isolation von Risikogruppen, flächendeckende Tests und auch das Sammeln, Nachverfolgen und Auswerten der Daten zu Risikogruppen, Infizierungen, Erkrankungen und Heilungen uns dabei helfen können, gangbare Wege zu finden, um schrittweise die Einschränkungen wieder aufzuheben."


Die Corona-Pandemie stelle «jeden von uns ganz persönlich» und die Gesellschaft insgesamt auf eine Probe, sagte Kramp-Karrenbauer. "Ich bin dafür, dass wir fortlaufend prüfen, ab wann es die epidemiologische Lage erlaubt, die harten Einschnitte zu lockern", sagte die 57-Jährige. "Freiheit, gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben sind uns sehr wichtig. Gleichzeitig muss unser Gesundheitssystem der Infektionswelle standhalten können." In der Corona-Krise war zuletzt der Ruf nach einer "Exit-Strategie" lauter geworden.


Mit Blick darauf, wie Deutschland mit der Herausforderung der Krise umgeht, sagte Kramp-Karrenbauer, das Coronavirus bringe "Gutes und weniger Gutes zutage". «Es gibt gerade Verschwörungstheoretiker, Spinner und Hetzer im Netz, die Fake News verbreiten. Aber gleichzeitig gibt es auch tolle Ideen in der digitalen Sphäre, Videos für Kinder, um sich in der Wohnung fit zu halten, Gratiskonzerte von Stars und vieles Positives mehr."



21:19 Uhr - Erster NBA-Profi von Coronavirus geheilt


LOS ANGELES, CA - JANUARY 05: Detroit Pistons forward Christian Wood 35 during an NBA, Basketball Herren, USA game between the Detroit Pistons and the Los Angeles Lakers on January 05, 2020, at Stapes Center in Los Angeles, CA. Photo by Jevone Moore/

Der 24-Jährige Wood hat sich von seiner Corona-Infektion erholt.


© imago images/Icon SMI, Jevone Moore/Icon Sportswire via www.imago-images.de, www.imago-images.de



Christian Wood von den Detroit Pistons ist laut übereinstimmenden US-Medienberichten der erste NBA-Profi, der nach einer öffentlich bekannten Coronavirus-Infektion als genesen gilt. Der 24-jährige Amerikaner, dessen positiver Test am 15. März bekannt geworden war, befindet sich seit dem 11. März in häuslicher Isolation und fühlt sich nach Angaben seines Beraters in der Detroit Free Press "super und komplett erholt".


Um offiziell als gesund zu gelten, müssen Patienten zwei negative Testergebnisse im Abstand von mindestens 24 Stunden aufweisen. Wood war der dritte Coronafall in der NBA nach Rudy Gobert und Donovan Mitchell (beide Utah Jazz). Die Saison in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga ist aufgrund der Pandemie auf unbestimmte Zeit unterbrochen.



21:08 Uhr - Die Situation in der Türkei verschlimmert sich

In der Türkei steigt die Zahl der Virus-Toten und Infizierten weiter. 16 Menschen seien binnen eines Tages der Lunkenkrankheit Covid-19 erlegen, damit seien insgesamt 75 Patienten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca per Twitter mit. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, sei um 1196 auf nunmehr 3629 gestiegen.



20:55 Uhr - Laschet warnt: Ausgangsbeschränkungen nicht zu früh beenden

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat davor gewarnt, bereits jetzt zu sehr über ein Ende der Ausgangsbeschränkungen zu diskutieren. Die Spekulationen suggerierten nur, dass man über den Berg sei, sagt der CDU-Politiker in der ARD. "Wir sind aber noch nicht über den Berg", betont er mit Hinweis auf die steigenden Infektionszahlen. Gleichzeitig warnt Laschet aber davor, dass man das öffentliche Leben nicht auf Monate hinaus lahmlegen könne. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten würde nach Ostern darüber entscheiden, wie es weiter gehe. Wichtig sei dann die Abwägung, wie groß die sozialen Probleme bei längeren drastischen Beschränkungen des Lebens seien. "Diese Abwägung ist entscheidend, nicht ob die Wirtschaft wieder auf die Füße kommt", sagt er.



20:49 Uhr - Italien fordert gemeinschaftliche und starke Antwort auf die Krise

Beim EU-Videogipfel hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte die vorher ausgehandelte gemeinsame Erklärung als unzureichend abgelehnt. Conte fordere "wirklich innovative und angemessene Finanzinstrumente", um die Wirtschaftsfolgen der Corona-Krise zu bewältigen und das binnen zehn Tagen, hieß es am Donnerstagabend aus italienischen Regierungskreisen. Die fünf Präsidenten der EU-Institutionen sollten in der Frist einen gemeinsamen Vorschlag vorlegen.


Conte stellte den Angaben zufolge bei der Gipfelschalte klar, dass er keine Vergemeinschaftung öffentlicher Schulden wolle. Jedes Land verantworte seine eigenen Schulden selbst und werde dies auch weiter tun. Doch müsse Europa gemeinsam handeln und eine starke Antwort auf die Krise finden. Sonst könne man das den Bürgern nicht erklären.


Der Videogipfel, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnahm, zog sich am Abend mehr als zwei Stunden länger als geplant.



20:36 Uhr - Erstmals über 100 Tote an einem Tag in Großbritannien

Großbritannien hat erstmals mehr als 100 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London am Donnerstagabend mitteilte, starben seit dem Vortag 115 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 578 an. Rund 11 700 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. Großbritannien hat bislang im Vergleich zu Deutschland nur wenige Tests durchgeführt und lange mit der Einführung drastischer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezögert.



20:25 Uhr - Markus Söder (CSU): "Müssen endlich dafür sorgen, dass unsere Pflegekräfte besser bezahlt werden"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat im Interview mit RTL/ntv gefordert, Pflegekärfte besser zu bezahlen. "Müssen endlich dafür sorgen, dass unsere Pflegekräfte besser bezahlt werden", sagte er. Außerdem müsse man etwas an der Struktur ändern: Man brauche eine Art Notfallapotheke. "Es kann nicht sein, dass wir verschiedene Medikamente gar nicht haben im Land, oder dass wir keine Schutzmasken haben", sagte er. Er sei aber sicher, dass daraus "alle gelernt" hätten. Weitere Auszüge aus dem Interview sehen Sie in unserem Video hier.



19:57 Uhr - Kundin ohrfeigt Verkäuferin wegen Toilettenpapier

Aus Furcht, beim Kauf von Toilettenpapier zu kurz zu kommen, hat eine Frau in Frankfurt einer Verkäuferin eine Ohrfeige verpasst. Das teilte die hessische Polizei am Donnerstag mit. Die Verkäuferin hatte die Kundin der Hygienevorschrift gemäß am Mittwoch gebeten, am Eingang einer Drogerie zu warten. Dadurch habe sich die 51-Jährige gegenüber anderen Kunden wohl benachteiligt gesehen und der 26-Jährigen ins Gesicht geschlagen und sie gestoßen, hieß es. Die Mitarbeiterin wurde leicht verletzt. Als Grund gab die Kundin an, sie habe befürchtet, kein Toilettenpapier zu bekommen. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen Körperverletzung ein.



19:41 Uhr - VW-Produktion liegt weiterhin auf Eis

Volskwagen verlängert wegen der Coronavirus-Pandemie die Produktionsunterbrechung in den deutschen Werken um weitere vier Arbeitstage. Grund seien die anhaltend sinkende Nachfrage nach Fahrzeugen und die Herausforderungen in der Lieferkette, teilt der Autobauer mit. Insgesamt werde damit für rund 80.000 Mitarbeiter der Volkswagen AG eine Verlängerung der Kurzarbeit beantragt. Es sei geplant, die Kurzarbeit mit der Nachtschicht vom 9. April auf den 10. April enden zu lassen.



19:29 Uhr - Lindner will Selbstständige stärker unterstützen

FDP-Chef Christian Lindner fordert Nachbesserungen am Rettungspaket für Unternehmen in der Coronakrise. "Selbstständige, Freiberufler, der Mittelstand und Familienunternehmen könnten sehr schnell in eine existenzbedrohende Situation kommen, wenn wir das vom Bundestag beschlossenen Rettungspaket nicht noch einmal modifizieren", sagt Lindner dem "Handelsblatt". Es gebe eine Unterstützungslücke für Unternehmen zwischen zehn und 250 Beschäftigten. "Das sind genau die Betriebe, die besonders die Stärke unserer Volkswirtschaft ausmachen", ergänzt Lindner.



19:20 Uhr - Einschränkungen in England sollen sechs Monate dauern

Die Briten müssen sich darauf einstellen, dass bestimmte Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis zu sechs Monate in Kraft bleiben. Die Maßnahmen zeigten bereits Wirkung im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus, sagt die stellvertretende Chefin der britischen Gesundheitsbehörde, Jenny Harries. "Wir dürfen aber nicht den Fuß vom Pedal nehmen." Die Zahl der Todesopfer ist nach Angaben der Regierung um 115 auf insgesamt 578 gestiegen. Bei 11.658 Menschen wurde das Virus nachgewiesen, am Mittwoch waren es noch 9529.



19:02 Uhr - Polizei empfiehlt "gesundes Misstrauen"

In der aktuellen Lage nutzen neben falschen Enkeln und falschen Polizeibeamten auch andere Haustürbetrüger die Notlage der Seniorinnen und Senioren aus, die sich fragen, wie sie sicher und geschützt Hilfe für zum Beispiel ihren Einkauf organisieren können.


Die Polizei empfiehlt: Nehmen sie organisierte Hilfe oder die Unterstützung nur von vertrauten Personen in Anspruch! Legen Sie auch in der aktuellen Lage ein gesundes Misstrauen an den Tag! Nehmen Sie am besten über eine Institution, wie die Kirche, die Gemeinde, das Deutsche Rote Kreuz oder andere etablierte Hilfsorganisationen organisierte und abgesprochene Hilfe in Anspruch und lassen Sie sich von der Organisation den Namen oder die Legitimation der Helfenden geben, die zu Ihnen kommen! Übergeben Sie Bargeld ausschließlich an Menschen, die Sie persönlich kennen und denen Sie vertrauen! Schauen Sie erst durch den Türspion oder durch ein Fenster, wenn es bei Ihnen klingelt, bzw. öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel! Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung! Ziehen Sie wenn möglich andere Nachbarn hinzu, wenn Sie unsicher sind! Nehmen Sie grundsätzlich Einkäufe und Besorgungen vor der Haustür entgegen, das schützt auch vor einer Verbreitung des Corona-Virus! Melden Sie Vorfälle unverzüglich bei der Polizei unter 0209/ 3650 oder dem Notruf 110!



18:57 Uhr - Dramatischer Mangel an Schutzkleidung gefährdet Kranke und Pfleger

In den Einrichtungen der Langzeitpflege herrscht ein "dramatischer Notstand" - darauf hat die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein im Zusammenhang mit der Corona-Krise hingewiesen. "Es fehlt an allen Ecken und Enden an geeigneter Schutzausrüstung wie Mundschutz, Einmalhandschuhen und Desinfektionsmitteln, um sich selbst, aber auch die besonders gefährdeten älteren Menschen in der ambulanten und stationären Langzeitpflege vor einer Infektion zu schützen". Die Wohlfahrtsverbände appellierten an die Unternehmen in Schleswig-Holstein, die über Schutzkleidung und Atemmasken verfügen, einen Teil ihrer Bestände den Wohlfahrtsverbänden zur Verfügung zu stellen könnten.


"Die derzeitige Situation ist absolut parado"», sagte Pflegeberufekammer-Präsidentin Patricia Drube. "Alles bereitet sich auf die Versorgung von Intensivpatienten vor. Gleichzeitig können die Schutzmaßnahmen, die dazu beitragen, dass besonders gefährdete Menschen gar nicht erst zu Intensivpatienten werden, nicht gewährleistet werden." Besonders wichtig sei zudem, das Pflegepersonal zu schützen.



18:41 Uhr - G20 stemmt sich mit fünf Billionen US-Dollar gegen die Krise

Die G20 hat schon in der Finanzkrise 2008/2009 eine wichtige Rolle gespielt. Jetzt demonstriert die Gruppe der wichtigsten Wirtschaftsmächte den Willen zum gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Krise und will bei der Bekämpfung der Pandemie an einem Strang ziehen. Die Weltwirtschaft wird dabei zunächst mit insgesamt fünf Billionen US-Dollar gestützt. Bei einem Videogipfel einigten sich die Staats- und Regierungschefs am Donnerstag darauf, konkrete Maßnahmenpakete zur Eindämmung der Pandemie und Abfederung der wirtschaftlichen Folgen zu erarbeiten. "Wir bekennen uns nachdrücklich dazu, dieser gemeinsamen Bedrohung geeint entgegenzutreten", hieß es in ihrer Abschlusserklärung.



18:29 Uhr - In Italien steigt die Zahl der Todesopfer weiter drastisch an

In Italien steigt die Zahl der Todesopfer und Infizierten erneut deutlich an. Binnen 24 Stunden seien 662 Menschen der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, teilen die Behörden mit. Die Gesamtzahl sei damit auf 8165 gestiegen. Zudem sei bei inzwischen 80.539 Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden, am Mittwoch seien es noch 74.386 landesweit gewesen.



18:22 Uhr - China kämpft gegen "importierte Infektionen"

Das bei der Bekämpfung des Coronavirus fortgeschrittene China hat die Schließung seiner Grenzen für Ausländer angekündigt. Die Maßnahme trete ab Samstag in Kraft, teilte das Außenministerium in Peking am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Ein Grund für die Schließung wurde zunächst nicht genannt. Beobachter in Peking gingen aber davon aus, dass eine von Ausländern ausgelöste zweite Infektionswelle mit dem Erreger Sars-CoV-2, dem Auslöser der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19, verhindert werden solle. Nur für Diplomaten sowie für als besonders notwendig erachtete Fachkräfte und Geschäftsleute sowie in humanitären Notfällen blieben die Grenzen offen, hieß es in der Mitteilung.


China, wo die Coronavirus-Krise Ende vergangenen Jahres ihren Ausgang nahm, kämpft nach eigenen Angaben inzwischen mehr mit "importierten" Infektionen. So hatte die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitgeteilt, es seien 39 weitere Infektionen bei aus dem Ausland eingereisten Personen nachgewiesen worden. Innerhalb des Landes gab es dagegen nach offiziellen Angaben keine neuen Infektionen mehr. China ist mit knapp 82.000 Infizierten weiter das am stärksten betroffene Land, allerdings dicht gefolgt von Italien mit über 74.000 Infizierten.



18:16 Uhr - Deutsche Zahnärzte haben Angst um ihre Existenz

Zahnärzte in Deutschland machen sich in der Corona-Krise Sorgen wegen existenzbedrohender Einnahmeausfälle. Da nur dringende Behandlungen durchgeführt werden sollten, gebe es viel weniger zu tun, sagte der Pressebeauftragte des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), Joachim Hüttmann. Ein großer Teil der Praxen habe Kurzarbeit angemeldet und/oder Teile der Belegschaft nach Hause geschickt. Für Praxen ohne ausreichende Rücklagen könne das existenzbedrohend sein.
Auch die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) spricht von existenziellen Problemen. "Steuert hier die Bundesregierung nicht gegen, droht vielen Praxen die Insolvenz beziehungsweise frühzeitige Aufgabe", sagte Kammer-Präsident Peter Engel kürzlich. Zudem mangelt es laut dem Zahnärzte-Verband FVDZ in den Praxen an Hilfsmitteln für den Schutz vor dem Virus. "Wir brauchen Handschuhe, Mund-Nasenschutz, Händedesinfektion und Flächendesinfektion, sonst werden die Praxen schließen müssen", sagte Hüttmann.



17:47 Uhr - Mordanklage gegen Urlauber in Südafrika - wegen Corona

In Südafrika droht einem Touristen eine Anklage wegen versuchten Mordes, weil er trotz Covid 19-Infektion vom Krüger-Nationalpark aus weitergereist ist. "Diese Person wird wegen versuchten Mordes angeklagt werden", sagte Polizeisprecher Vishnu Naidoo am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann befinde sich nun in Quarantäne. Obwohl der Urlauber positiv auf Corona getestet wurde, habe er sein Hotel verlassen und noch mit anderen Menschen Kontakt gehabt, berichten südafrikanische Medien übereinstimmend.


Über die Nationalität des Touristen gibt es widersprüchliche Angaben. Es gibt Gerüchte, wonach es sich bei dem Urlauber um einen Deutschen handelt.


In Südafrika tritt am Donnerstag um Mitternacht eine dreiwöchige Ausgangssperre in Kraft. Die Regierung in Pretoria fürchtet, das Virus könne verheerende Auswirkungen auf die Bevölkerung in Townships und knapp acht Millionen HIV-Patienten im Land haben. In Südafrika sitzen derzeit noch mehrere tausend deutsche Urlauber fest.



17:17 Uhr - Ärztepräsident rät dazu, einfache Schutzmasken zu tragen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat an die Bevölkerung appelliert, Schutzmasken zu tragen: "Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum", sagte der Präsident der Bundesärztekammer (BAEK) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Diese Masken garantieren keinen Schutz vor Ansteckung. Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden."


Reinhardt betonte: "Das Tragen auch von einfachen Masken kann bei der Eindämmung des Virus sinnvoll sein." Die einfachen Masken aus Stoff oder anderen Materialien seien zwar nur ein Hilfskonstrukt. "Aber sie sind besser als nichts, weil sie die Atemluft filtern", begründete er seinen Appell.


Zugleich mahnte der Ärztepräsident die Bevölkerung dringend, nur einfache Masken zu nutzen. "Wichtig: Bestellen Sie sich keine professionellen Schutzmasken im Internet oder kaufen solche", sagte Reinhardt. "Wenn Sie nicht im Gesundheitswesen tätig sind oder entsprechende Vorerkrankungen haben, dann brauchen Sie keine FFP2- oder FFP3-Masken."


Die professionellen Schutzmasken würden von anderen dringender benötigt, erklärte Reinhardt in der NOZ: "Erkrankte sollten sie tragen, wenn sie Umgang mit anderen Menschen haben. Vor allem aber Ärzte und Pfleger, die sich um Erkrankte kümmern, brauchen diese Masken, um nicht selbst zu erkranken und zu Überträgern zu werden." Wenn ein Covid-Erkrankter und sein Pfleger oder Arzt eine FFP2-Maske trage, "ist der Schutz schon sehr hoch. Und das ist derzeit entscheidend."



17:00 Uhr - Neue Online-Plattform zeigt, ob es in Ihrem Krankenhaus noch Platz gibt

In Deutschland sind kurzfristig weit mehr als 10.000 freie Intensivbetten zur Behandlung von schwer erkrankten Virus-Patienten verfügbar. Man sei "im Augenblick – heute, morgen, übermorgen gerüstet", sagt Professor Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin bei einer Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag. Jetzt gehe es an die Koordination dieser Betten. Dazu hat die Vereinigung mit Hilfe des Bundesministerium für Gesundheit die Online-Plattform "Divi Intensivregister" zur Verfügbarkeit und Verteilung von Intensivbetten geschaffen. Bereits 670 Kliniken in Deutschland sind registriert und auch Sie können sich auf "Divi Intensivregister" jetzt jederzeit informieren.



16:46 Uhr - Ist das Virus in Italien möglicherweise schon früher ausgebrochen?

In Italien untersuchen Wissenschaftler, ob das Coronavirus möglicherweise schon früher ausgebrochen ist. Im dritten Quartal 2019 habe es eine signifikant höhere Zahl von Grippeerkrankungen und Lungenentzündungen in der Lombardei gegeben, sagt der Epidemiologe Adriano Decarli an der Universität Mailand. Er spricht von Hunderten Fällen mehr als üblicherweise, teilweise seien Patienten gestorben. Besonders die Umgebung von Mailand und Lodi sei betroffen gewesen. Die Lombardei im Norden Italiens leidet am stärksten unter der Epidemie. Bislang gilt der 21. Februar 2020 als der Tag, an dem erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen wurde.



16:24 Uhr - Stadt Menden richtet Lager für Quarantänebrecher ein

Wer sich in der Stadt Menden (NRW ) nicht an die Quarantäne-Vorschriften hält, muss damit rechnen, zwangsweise vorerst in eine Turnhalle umziehen zu müssen. Dort hat die Stadt ein provisorisches Lager mit 17 Feldbetten errichtet. Es solle in erster Linie der Abschreckung dienen, sagte Sebastian Arlt, Corona-Krisenstabsmanager der Stadt im Sauerland. Sollten sich mit dem Coronavirus Infizierte oder unter häusliche Quarantäne gestellte Verdachtsfälle nicht an die Isolationsauflagen halten, würden sie dorthin kommen. "Wir haben keinen akuten Fall, wollen aber auf jeden Fall vorbereitet sein", sagte Arlt. Die "Westfalenpost" hatte zuvor berichtet.


Die Städte seien nach dem Infektionsschutzgesetz dazu verpflichtet, Sorge dafür zu tragen, potenziell Infizierte, die andere gefährden, weil sie nicht zu Hause bleiben, aus dem Verkehr zu ziehen. Dafür müssten auch Räumlichkeiten vorgehalten werden. "Wir können die ja nicht einzeln in ihrer Wohnung bewachen", sagte Arlt. Eine Unterbringung in der Halle sei dabei nicht als Strafe, sondern als Ultima Ratio zum Schutz der Allgemeinheit zu sehen. "Das sind wir den Menschen, die sich ja in allergrößter Mehrzahl gesetzeskonform verhalten, schuldig."



15:58 Uhr - Madrid: Pfleger klatschen für geheilten Corona-Patienten

Auch in Spanien breitet sich das Corona-Virus immer weiter aus. In der Hauptstadt Madrid sind die Krankenhäuser genau wie in Italien und wohl bald auch in Deutschland an ihrer Belastungsgrenze. Umso schöner sind diese Szenen aus einem madrilenischen Krankenhaus, die Krankenpflegern und Patienten Mut machen dürften: Der erste geheilte Corona-Patient darf das Krankenhaus verlassen und bekommt von den Pflegern und Ärzten tosenden Beifall. Das Video sehen Sie hier.










15:53 Uhr - KEINE Quarantäne für Einreisende aus Nicht-EU-Staaten

Das Corona-Krisenkabinett der Bundesregierung hat sich nicht auf eine bundeseinheitliche Verpflichtung zur häuslichen Quarantäne nach Einreise aus einem Nicht-EU-Staat verständigt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, stieß ein entsprechender Vorschlag aus dem Innenministerium auf wenig Resonanz und wurde deshalb am Donnerstag nicht auf die Tagesordnung gesetzt.


Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus war überlegt worden, aus Nicht-EU-Staaten ankommende Reisende für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu schicken. Da für die meisten Nicht-EU-Bürger derzeit ein Einreiseverbot gilt und auch EU-Bürger nur weiterreisen dürfen in ihr Heimatland, hätte dies im Wesentlichen Deutsche und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und Wohnort in Deutschland betroffen. Einzelne Kommunen haben zudem Verfügungen erlassen, die Rückkehrer aus Risikogebieten zur Quarantäne verpflichten.



15:42 Uhr - Hannover: Behelfskrankenhaus für Corona-Patienten auf Messegelände geplant

Auf dem Messegelände in Hannover soll ein Behelfskrankenhaus zur Behandlung von Corona-Patienten eingerichtet werden. Dort sollten weniger schwer Erkrankte behandelt werden können, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag in Hannover. Das Krankenhaus soll auf zwei Messehallen verteilt über 500 Betten verfügen. Wie Bauminister Olaf Lies (SPD) erklärte, sei das Land mit weiteren Kommunen zur Einrichtung von Behelfskrankenhäusern im Gespräch.


Geprüft wird außerdem die Nutzung von Reha-Kliniken in Niedersachsen, um rund 1.200 gewöhnliche, nicht am Coronavirus erkrankte Patienten aus den Krankenhäusern dorthin zu verlegen. Diese haben dann zusätzliche Kapazitäten für Corona-Patienten.



15:10 Uhr - Fast 6.000 Corona-Patienten in Deutschland wieder genesen

"Wir stehen gerade am Anfang, die Epidemie gegen Corona zu bekämpfen. Die Zahlen werden weiter steigen", sagte RKI-Chef Lothar Wieler heute in Berlin. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: laut Schätzungen des Robert Koch Instituts sind 5.900 Menschen in Deutschland nach ihrer Covid 19-Infektion inzwischen wieder genesen.



14:52 Uhr - Frankreich bittet Bundeswehr um Hilfe

Das französische Gesundheitssystem scheint an seine Grenzen zu kommen. Jetzt hat Paris wohl die Bundeswehr um Hilfe beim Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gebeten, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet. Unter anderem werden wohl dringend Helikopter benötigt, um Corona-Patienten zu verlegen.


Auch die thüringische Stadt Jena bittet die Bundeswehr im Hilfe. Dabei gehe es um die Bereitstellung von Zelten, die etwa zur Unterbringung von Leichterkrankten in Kliniknähe genutzt werden könnten, sagt Stadtsprecher Kristian Philler dem Sender MDR Thüringen. Es gehe ausschließlich um materielle Hilfe und nicht um Personal. Einen Bundeswehr-Sprecher zitiert der MDR mit der Aussage, es sei noch nicht über den Antrag entschieden.



14:48 - Schweiz kontrolliert Versammlungsbeschränkungen mit Handy-Daten

In Deutschland wird noch heftig über die Nutzung von Handy-Daten zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuen Coronavirus gestritten, die Schweiz ist einen Schritt weiter. Dort wird die Versammlungsbeschränkungen anhand der Mobiltelefondaten des staatlichen Telekomkonzerns Swisscom überprüft. Die ausgewerteten Informationen seine einen Tag alt und stammten nicht aus privaten Umgebungen wie etwa Wohnungen, erklärt Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit. "Es ist eine reine Abbildung der Mobilität in der Vergangenheit im öffentlichen Raum."



14:38 Uhr - Der spanische König Felipe besucht riesiges Feldkrankenhaus in Madrid


King Felipe VI of Spain visits field hospital in Ifema in Madrid on Thursday, 26 March 2020Pictured: King Felipe VIRef: SPL5159036 260320 NON-EXCLUSIVEPicture by: GTres / SplashNews.comSplash News and PicturesLos Angeles: 310-821-2666New York: 212-61

King Felipe VI Of Spain Visits Field Hospital In Ifema In Madrid


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Der spanische König Felipe VI. hat das in der Corona-Krise zu einer riesigen Klinik umfunktionierte Messezentrum Ifema in Madrid besucht. Mit Schutzmaske und Handschuhen bekleidet wollte sich der Monarch selbst ein Bild von der Lage in dem am Wochenende in Rekordzeit eröffneten Feldkrankenhaus machen. Zunächst waren in mehreren Hallen fast 1400 Betten eingerichtet worden, insgesamt könnte die Ifema Platz für bis zu 5000 Patienten bieten - mehr als jede andere Klinik in Spanien. Auch Intensivpatienten sollen dort betreut werden.


"Dies ist ein Ort der Hoffnung für die Moral ganz Spaniens und unseren gemeinsamen Willen, das Virus zu besiegen", sagte Felipe. Die Ifema-Klinik sei "ein wahres Symbol dafür, wozu wir in der Lage sind, wenn wir gemeinsam für ein gemeinsames Ziel arbeiten."



14:20 Uhr - Rund 200.000 Anfragen nach Corona-Hilfen bei Sparkassen

Die Nachfrage nach Hilfsdarlehen der staatlichen Förderbank KfW ist nach wie vor riesig. Alleine bei den Sparkassen seien bis zum Donnerstagmittag rund 200.000 Anfragen von Unternehmen und Selbstständigen eingegangen, erklärt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV). In vielen Fällen könnten die Institute direkt helfen, da keine Förderkredite benötigt werden. Teilweise seien aber Kreditvergaben ohne eine vollständige Risikoübernahme durch den Staat gar nicht möglich. Bei der KfW lagen Stand Mittwochabend 195 Anfragen für Corona-Sonderkredite im Volumen von insgesamt 4,8 Milliarden Euro vor.



14:09 - China beschränkt internationale Flüge massiv

Die chinesischen Fluggesellschaften müssen ihre internationalen Routen auf nur noch eine Verbindung pro Land reduzieren. Zugleich sei nur noch maximal ein Flug pro Woche zugelassen, teilt Chinas Luftfahrtaufsicht mit. Ausländische Airlines werden ebenfalls aufgefordert, die Anzahl der Flüge nach China auf nicht mehr als einen Flug pro Woche zu beschränken. Zudem werden die Fluggesellschaften angewiesen, die Auslastung der Maschinen auf 75 Prozent zu begrenzen, um das Ansteckungsrisiko einzudämmen. Die Vorgaben sollen ab Sonntag gelten.



14:00 Uhr - Personalengpässe bei Lebensmittelversorgung


17.03.2020, Berlin, Deutschland - Pressekonferenz: Auswirkungen des Corona-Virus auf die Ernaehrungsindustrie, Landwirtschaft und den Lebensmitteleinzelhandel. Foto: Julia Kloeckner, CDU, Bundesministerin fuer Ernaehrung und Landwirtschaft. *** 17 0

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beklagt Personalengpässe in der Versorgung


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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beklagt Personalengpässe in der Lebensmittelversorgung. Die Reisebeschränkungen für ausländische Saisonarbeitskräfte mache sich bemerkbar, sagt sie. Dies gelte für Schlachtbetriebe und Molkereien. Es gehe nicht nur um die Spargelernte sondern auch um die Aussaat von Getreide, wo Personal fehle. Man setze jetze auf Hilfe etwa von Studenten.



13:53 Uhr - 2500 neue Infektionen in der Lombardei

Nord-Italien kommt in Sachen Infektionszahlen nicht zur Ruhe: Gegenüber dem Vortag ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen in der Lombardei um 2500 Fälle gestiegen, wie der Gouverneur der norditalienischen Region mitteilt. Die sei "keine sonderlich gute" Entwicklung.



13:50 Uhr - Spahn stellt Lockerung von Einschränkungen nach Ostern in Aussicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Virus-Krise eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen nach Ostern in Aussicht gestellt. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Auflagen der Behörden bis dahin "konsequent" eingehalten würden, sagte Spahn in Berlin.



13:37 Uhr - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht von „Ruhe vor dem Sturm"


German Health Minister Jens Spahn arrives for a news conference about the spread of coronavirus disease in Berlin, Germany, Thursday, March 26, 2020. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older

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© AP, Annegret Hilse, MDA



Bundesgesundheitsminsiter Jens Spahn sieht den Höhepunkt der Corona-Epidemie in Deutschland ncoht nicht erreicht: "Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm – niemand kann genau sagen was uns in den nächsten Wochen erwartet."


Das Thema der Handydaten-Nutzung zur Bekämpfung der Virusausbreitung, für das er viel Kritik einstecken musste, ist für ihn noch nicht vom Tisch. "Diese gesellschaftliche Debatte braucht es aus meiner Sicht", sagt Spahn. Bis zur Entwicklung eines Impfstoffs und eines Medikaments zur Behandlung gelte es, Kontaktpersonen von Infizierten "sehr, sehr schnell" nachzuvollziehen und diese unter Quarantäne stellen. Dieses per Hand zu machen, stoße bei wachsenden Zahlen in den Gesundheitsämtern an Kapazitätsgrenzen. "Ohne Kontaktnachverfolgung wird es nicht gehen."



13:36 - Coronakrise erfasst US-Jobmarkt - Rekordzahl von Arbeitslosenanträgen

Die Coronavirus-Krise schlägt voll auf den US-Jobmarkt durch und konfrontiert den Staat mit einer Rekord-Flut von Anträgen auf Arbeitslosenhilfe. In der vergangenen Woche stellten knapp 3,3 Millionen Amerikaner einen entsprechenden Erstantrag, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einer Million Anträgen gerechnet.



13:15 Uhr - Weit über 10.000 Intensivbetten in Deutschland rasch verfügbar

In Deutschland sind kurzfristig weit über 10.000 freie Intensivbetten zur Behandlung von schwer erkrankten Virus-Patienten verfügbar. "Wir sind im Augenblick – heute, morgen, übermorgen – gerüstet", sagt Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Mittlerweile beteiligten sich etwa 60 Prozent aller Krankenhäuser an einer Online-Plattform zur Verfügbarkeit von Intensivbetten. Am Donnerstagmorgen seien 5600 Betten freigewesen, zusätzlich wären weitere 5700 Betten innerhalb von 24 Stunden freizumachen.



13:12 Uhr – NRW-Innenminister Reul: Normalisierung des Alltags wird schrittweise erfolgen

NRW-Innenminister Herbert Reul geht nicht davon aus, dass die Beschränkungen wegen der Corona-Krise alle zur gleichen Zeit aufgehoben werden können. "Ich bin sehr sicher, egal wann auch immer die Normalisierung wieder beginnt, wird sie nicht auf einen Schlag mit einem Punkt sein." Man werde sicherlich stufenweise vorgehen. Virologen wiesen darauf hin, dass man bei Jüngeren zuerst beginnen könne.


Das ganze Interview mit Herbert Reul sheen sie im Video.



12:30 Uhr - NRW-Innenminister Herbert Reul: Drastische Einzelfälle bei Verstößen gegen Kontaktverbot

Streit um Toilettenpapier oder verbotenes Fitnesstraining in großer Gruppe: Die Behörden in NRW haben in den ersten Tagen seit Verhängung drastischer Corona-Maßnahmen knapp 250 Verstöße gezählt. Der größte Teil davon seien Verstöße gegen das Kontaktverbot im öffentlichen Raum, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf. Er betonte, die weit überwiegende Zahl der Menschen halte sich an die Regeln.


Zu den drastischsten Fällen gehöre eine Gruppe von rund 20 Personen, die auf einem Spielplatz in Bochum Fitnessübungen gemacht hätten, sagte Reul. Als sie sich weigerten, die verbotene Ansammlung aufzulösen, seien sie zur Polizei gebracht worden. In Köln sei es zu einem handfesten Streit mit einer betagten Dame gekommen, die im Supermarkt mehr als die erlaubten zwei Pakete Toilettenpapier kaufen wollte. Die Seniorin habe sich mit einem "gezielten Schlag" gewehrt.



12:00 Uhr - Knapp 40.000 Covid-19-Infizierte in Deutschland
























LAND INFIZIERTE TODESFÄLLE
Italien                         74.386         7.503 
USA                         69.197           938
Spanien                 49.515         3.647 
Deutschland           39.355           222
Frankreich                25.604        1.331
Weltweit              480.446       21.571


Die Johns Hopkins University hat die Anzahl der Infizierten und die Todesfälle der Coronavirus-Pandemie aktualisiert. Zahlen für die einzelnen Bundesländer entnehmen Sie dieser interaktiven Karte.



Die wichtigsten Videos zur Corona-Krise finden Sie hier









11:36 Uhr - Umfrage: Union klettert auf 36 Prozent - Grüne rutschen ab

Die Union legt in der Wählergunst einer Forsa-Umfrage zufolge auf einen neuen Höchstwert seit Jahren zu: CD