LIVE-TICKER Coronavirus - Das waren die Meldungen vom 25. April

LIVE-TICKER Coronavirus - Das waren die Meldungen vom 25. April

26. April 2020 - 8:17 Uhr




Im Video: Das sind die Änderungen der Corona-Maßnahmen

Wie wichtig sind Pflegekräfte? Sehr - das zeigt die Coronakrise einmal mehr. Das will die Politik jetzt auch im Geldbeutel deutlich machen. Und warum das Tragen von Gesichtsmasken richtig Stress bedeuten kann. Im Live-Ticker erfahren sie alle wichtigen Infos und Entwicklungen.

Hier finden Sie eine Übersicht der geänderten Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​


TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen den Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".


+++ LIVE-TICKER +++


20:53 Uhr - Kommunen verteilen fünf Millionen Masken im Saarland

Vor dem Start der Maskenpflicht im Saarland lässt die Landesregierung am Wochenende fünf Millionen Masken an die Kommunen verteilen. Sie sollen zum Start der Pflicht ab Montag (27. April) dann in allen saarländischen Städten und Gemeinden entweder per Einwurf in den Briefkasten oder in Ausgabestellen zu ihren Trägern finden, wie die Landesregierung am Samstagabend mitteilte.


"Als einziges Bundesland werden wir flächendeckend allen Bürgerinnen und Bürger jeweils fünf Masken zur Verfügung stellen", sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) laut Mitteilung. "Die Alltagsmaske ist für uns alle die ständige Erinnerung, dass Corona leider nicht vorbei ist", erklärte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Von Montag an ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Transport und beim Einkaufen im Saarland Pflicht. Das Bundesland hat rund eine Million Einwohner.



20:26 Uhr - Mehr als 200.000 Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind nach Angaben von US-Forschern weltweit mehr als 200.000 Menschen nach einer Infektion gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichnete am Samstagnachmittag (Ortszeit) mehr als 2,8 Millionen nachgewiesene Infektionen. Die von der Universität veröffentlichten Infektions- und Todeszahlen sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO meldete bis Samstag mehr als 2,7 Millionen bestätigte Infektionen und mehr als 187.800 Todesfälle.


Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es laut Johns-Hopkins-Universität in den USA (mehr als 52.700), wo die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ebenfalls am höchsten ist (mehr als 924.500).



20:12 Uhr - Mehr als 154.000 Corona-Nachweise in Deutschland - 5.643 Tote

In Deutschland sind bis Samstagabend mehr als 154.145 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 152.300 Infektionen). Mindestens 5.643 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 5454). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.


Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Freitag wie in den drei Tagen zuvor bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht.


Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 109.800 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.



19:59 Uhr - New York will 40 000 Menschen täglich auf Corona testen

Der besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffene US-Bundesstaat New York will die Zahl der Virus-Tests drastisch erhöhen. "Ab heute dürfen alle Apotheken Tests vornehmen", sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Damit würden auf einen Schlag 5.000 neue Test-Orte verfügbar.


Bisher überprüft New York laut Cuomo rund 20.000 Menschen täglich, das ist mehr als jeder andere US-Bundesstaat. Cuomo will diese Zahl nun auf 40.000 verdoppeln. Zugleich lockerte er die Bedingungen, wer sich untersuchen lassen kann. In der Vergangenheit akzeptierten viele Kliniken nur Menschen mit schweren Corona-Symptomen wie Atemnot. Künftig sollen Bürger in besonders wichtigen Berufen getestet werden, etwa Ärzte, Polizisten und Feuerwehrleute.



19:11 Uhr - Zahl der Toten in Frankreich steigt um 369

Die Zahl der neuen Todesfälle in Frankreich steigt nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 369 auf 22.614.



18:45 Uhr - Zahl der Neuinfektionen in Italien rückläufig

In Italien steigt die Zahl der bekannten Neuinfektionen langsamer. Das Katastrophenschutzamt gibt 2357 neue Fälle bekannt nach 3021 am Vortag - insgesamt damit 195.351. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 415 auf insgesamt 26.384.



18:30 Uhr - Grünen-Spitze will Ökostrom-Umlage senken

Die Spitze der Grünen schlägt eine drastische Reduzierung der EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms vor, um die Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder anzukurbeln. "Zur Unterstützung von Selbstständigen, mittelständischen Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern sollte die EEG-Umlage um fünf Cent je Kilowattstunde gesenkt werden", schreiben die Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Das entspricht einer Verringerung um rund 75 Prozent, der durchschnittliche Strompreis in Deutschland würde dafür um etwa ein Sechstel sinken.


Zur Begründung erläutern Baerbock und Habeck, bei sinkenden Strompreisen würden Elektroautos, Wärmepumpen oder Wasserstoff-Anwendungen wirtschaftlicher. Das sei gut für den nötigen Innovationsschub. Zusammen mit verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten und Direktzuschüssen etwa für den Aufbau einer Wasserstoffindustrie will die Partei mit ihren Konjunkturvorschlägen einen Kaufkrafteffekt von 22 Milliarden Euro erzielen.



17:50 Uhr - 9.849 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 9.849 gestiegen. Das sind 129 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Samstag mit Stand 13 Uhr mitteilte. Geschätzt 6.845 Menschen und damit fast 70 Prozent der Betroffenen sind inzwischen genesen. 390 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind gestorben. 825 Infizierte werden derzeit in niedersächsischen Kliniken behandelt, davon 178 intensivmedizinisch. 119 Patienten werden künstlich beatmet.



17:38 Uhr - Rund 1.000 Menschen versammeln sich vor Berliner Volksbühne

Trotz eines Verbots von Demonstrationen haben sich am Samstag in Berlin etwa 1.000 Menschen versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen zu protestieren - zeitweise dicht an dicht beieinander stehend. Sie trafen sich am Nachmittag auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne. Viele von ihnen standen vor Absperrgittern, die die Polizei rund um den Platz aufgestellt hatte, weil derartige Kundgebungen derzeit nicht erlaubt sind und die Polizei verhindern wollte, dass der Platz zu voll wird.


Die Polizei forderte die Teilnehmer mehrfach über Lautsprecher auf, den Ort zu verlassen. Einzelne Menschen wurden festgenommen. Nach und nach zerstreute sich am Nachmittag die Menge.



17:22 Uhr - Erster Shopping-Samstag in Corona-Krise verläuft ruhig

Der ruhige Verlauf nach der Wiedereröffnung großer Teile des Einzelhandels in der Corona-Krise hat sich auch am Wochenende fortgesetzt. In den meisten Orten blieb der Andrang am Samstag wie schon unter der Woche verhalten. "Das Gros der Betriebe hat auf, viele haben die Chance genutzt", hieß es etwa vom Handelsverband Niedersachsen-Bremen. In den Innenstädten sei aber noch deutlich weniger los gewesen als an normalen Samstagen.


Ähnlich waren die Eindrücke in den anderen Bundesländern - etwa Hessen, wo sich die Polizeipräsidien am Samstag auch zufrieden zum Verhalten der Menschen äußerten. "Für den Bereich Mittelhessen ist alles mehr als überschaubar", sagte ein Sprecher der Polizei in Gießen.


Auch in Berlin hielt sich der Ansturm in Grenzen. Einzig vor einigen Elektronikfachmärkten der Kette Saturn bildeten sich zum Teil längere Schlangen. Viele Geschäfte blieben aber auch am Samstag geschlossen. Auf der in gewöhnlichen Zeiten vor allem samstags gut besuchten Einkaufsstraße Kurfürstendamm wirkte es vergleichsweise leer. Im Nachbarland Brandenburg waren die Innenstädte belebter als in den Wochen zuvor. In vielen Geschäften sahen sich Kunden um, es gab aber ebenfalls keinen Ansturm.


Seit Anfang der Woche können in den meisten Bundesländern Geschäfte wieder eine Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern öffnen. Der Handelsverband Deutschland hatte am Freitag ein erstes Fazit mit Blick auf die Umsätze gezogen. "Trotz Öffnung wird durchschnittlich nur 40 Prozent des normalen Geschäftsvolumens erreicht", teilte der Verband mit. Für die Aussagen befragte der HDE bundesweit eigenen Angaben zufolge 767 Handelsunternehmen.



17:12 Uhr - Polizei entdeckt illegale Friseurgeschäfte im Keller

Gleich zwei illegale Friseurgeschäfte hat die Polizei im bayerischen Landkreis Miltenberg aufgedeckt. Die Kunden saßen in Kellern von Wohnhäusern, wie ein Sprecher der Polizei am Samstag berichtete. Die beiden Friseure seien professionell ausgestattet gewesen.


In einem Keller in Elsenfeld warteten zwei Personen auf ihre Haarschnitte. In Mömlingen ertappten die Ermittler am Freitag einen Kunden im Keller. Anwohner hatten ihre Beobachtungen der Polizei gemeldet. Gegen die drei mutmaßlichen Kunden wird nun ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, in Corona-Zeiten gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen zu haben. Die Ermittler überprüfen auch, ob die Friseure ein angemeldetes Gewerbe haben und ob für die Leistungen Geld gezahlt wurde.



17:02 Uhr- Zahl der Corona-Toten in Großbritannien steigt auf über 20.000

Die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten ist in Großbritannien am Samstag auf mehr als 20.000 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Zwar hat das Land laut Experten den Höhepunkt der Pandemie-Welle inzwischen überschritten, doch die Zahl der täglich neu registrierten Todesfälle ist weiterhin hoch. Bis Freitagabend wurden erneut 813 verzeichnet.


Insgesamt starben nach offizieller Statistik in Großbritannien bisher 20.319 Infizierte. Doch erfasst werden dabei bislang nur die Sterbefälle von nachweislich Infizierten in Krankenhäusern. Die tatsächliche Zahl der Toten könnte daher nach Schätzungen der "Financial Times" mehr als doppelt so hoch sein. Trotzdem werden die Rufe nach Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in dem Land immer lauter.



16:40 Uhr - Niedersachsen will betreute Spielplätze schaffen

Angesichts der vielen coronabedingten Einschränkungen wollen niedersächsische Kommunen Freizeitangebote schaffen. Um Familien zu unterstützen, will Wolfsburg drei betreute Spielplätze stundenweise öffnen, wie die Stadt am Samstag mitteilte. Die Jugendförderung habe in den vergangenen Tagen die Voraussetzungen geschaffen, um die für die Öffnung notwendige Ausnahmegenehmigung zu erhalten.


Interessierte Familien können sich demnach ab Montag für 90 Minuten einen der drei Plätze buchen. Voraussetzung sei, dass alle Familienmitglieder gemeinsam in einem Haushalt leben. "Besonders für Familien in kleinen Wohnungen und ohne eigenen Balkon oder Garten ist die aktuelle Situation eine große Herausforderung", hieß es zur Begründung.



16:04 Uhr - Umfrage: Corona-Krise wichtigstes Problem

Die Corona-Krise und ihre Folgen sind laut einer aktuellen Umfrage für viele Bürger derzeit die wichtigsten Probleme in Deutschland. Für 60 Prozent der Befragten stellt die Pandemie das größte Problem dar, gefolgt von den negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft (44 Prozent), wie aus dem RTL/ntv-Trendbarometer hervorgeht. Demnach büßt der Umwelt- und Klimaschutz auf lange Sicht an Bedeutung ein: Im Sommer vergangene Jahres nannten ihn noch 37 Prozent als drängendstes Problem, heute sind es nur noch 10 Prozent.


Auch die Zuwanderung wird nur noch von 11 Prozent der Befragten als größtes Problem empfunden (Juli/August: noch 29 Prozent). Lediglich für viele Anhänger der AfD (41 Prozent) ist die Zahl der Flüchtlinge und Ausländer in Deutschland nach wie vor das größte Problem. Damit bewerten AfD-Anhänger die Zuwanderung als nahezu ebenso wichtig wie die Corona-Krise (42 Prozent).



15:39 Uhr - Spitzengespräch zu Lufthansa-Rettung geplant


Lufthansa parkt Flugzeuge am BER Flughafen, Durch den Coronavirus ist weltweit die Nachfrage nach Flügen stark gesunken, immer mehr Flüge werden gestrichen. Lufthansa-Maschinen mit dem Kranich-Logo stehen am BER-Flughafen. Die Turbinen und Reifen si

Lufthansa parkt Flugzeuge am BER Flughafen, Durch den Coronavirus ist weltweit die Nachfrage nach Flügen stark gesunken


© imago images/A. Friedrichs, Andreas Friedrichs via www.imago-images.de, www.imago-images.de



Zu Staatshilfen für die schwer gebeutelte Lufthansa ist Anfang der kommenden Woche ein Krisengespräch auf höchster Ebene geplant. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Finanzminister Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr wollen über ein Rettungspaket verhandeln.


Bei dem Rettungspaket solle es Medienberichten zufolge um ein Volumen von neun bis zehn Milliarden Euro gehen. Umstritten in der Bundesregierung sei aber noch, in welcher Form die Bundesregierung der Lufthansa helfe und wie viel Mitspracherecht die Politik bei einer vorübergehenden staatlichen Beteiligung habe.



15:19 Uhr - Italien schickt Mafioso "Bin Laden" in Hausarrrest

Wegen der Corona-Krise hat die Justiz in Italien auch inhaftierte Mafia-Mitglieder in den Hausarrest entlassen. Darunter ist laut Medien der verurteilte Camorra-Boss Pasquale Zagaria, Spitzname "Bin Laden". Seine Verlegung in einen mehrmonatigen Aufenthalt zu Hause sorgt für heftige Debatten, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.


Der 60-jährige Zagaria wurde den Berichten zufolge 2007 wegen Mafia-Verbrechen zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er saß in Sassari auf Sardinien im Gefängnis. Wegen einer Krankheit entschied ein Gericht, dass seine gesundheitliche Versorgung in Zeiten der Corona-Krise in der Strafanstalt nicht garantiert werden könne.


Zagaria ist den Angaben nach der Bruder eines Super-Bosses der Casalesi-Bande, eines Clans der neapolitanischen Camorra. Er wurde von Sardinien in die Stadt Brescia in der Lombardei geschickt.


14:43 Uhr - CDU-Wirtschaftsrat macht Gastronomie Hoffnung


Protest der Restaurant und Kneipenbesitzer vor dem Düsseldorfer Rathaus 24.04.2020. Die leeren Stühle stehen jew. für eine geschlossenen Gaststätte. *** Protest of the restaurant and pub owners in front of the Düsseldorf City Hall 24 04 04 2020 The e

Protest der Restaurant und Kneipenbesitzer vor dem Düsseldorfer Rathaus 24.04.2020.


© imago images/Horstmüller, HORSTMUELLER GmbH / Schröder via www.imago-images.de, www.imago-images.de



Der CDU-Wirtschaftsrat befürwortet unter bestimmten Voraussetzungen Lockerungen für Kneipen und Restaurants in der Corona-Krise. "Wenn Abstandsregeln, Höchstgastzahlen im Außen- wie Innenbereich und gegebenenfalls auch reduzierte Geschäftszeiten vorgeschrieben werden, sollte einer behutsamen Lockerung der Beschränkungen im Gastronomiegewerbe nichts im Wege stehen", sagte Sprecher Wolfgang Steiger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.


Der Branche sollte "sobald wie möglich ein Öffnungspfad mit klaren und vor allem bundesweit einheitlichen Regeln und Kriterien aufgezeigt werden". Klar sei, dass es zunächst keine vollumfängliche Öffnung geben könne.



12:47 Uhr - Massentest in NRW, weil Familien gegen Quarantäne verstoßen

Weil zwei Familien in einem Hochhaus in Nordrhein-Westfalen trotz Corona-Infektionen ihre Quarantäne verlassen haben, sollen nun alle 450 Bewohner der 117 Wohnungen getestet werden. Ein Sprecher des Rhein-Kreises Neuss bestätigte, dass der Komplex in Grevenbroich am Sonntag umzäunt wird und dann rund acht Stunden lang die Tests durchgeführt werden sollen.



12:09 Uhr - Frankreich: Fußball-Profi Sambia im Corona-Koma


Junior Salomon Sambia Montpellier FOOTBALL : Rennes vs Montpellier - Ligue 1 - 08/03/2020 GwendolineLeGoff/Panoramic PUBLICATIONxNOTxINxFRAxITAxBEL

Junior Salomon Sambia


© imago images/PanoramiC, Gwendoline Le Goff via www.imago-images.de, www.imago-images.de



Die erste französische Fußball-Liga hat den ersten positiven Coronavirus-Fall zu beklagen. Junior Sambia vom Ex-Meister HSC Montpellier war nach Atemproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert und zunächst negativ auf COVID-19 getestet worden - ein zweiter Test am Freitag war dann positiv. Daraufhin wurde der 23 Jahre alte Franzose auf der Intensivstation in ein künstliches Koma versetzt.


"Sein Zustand ist stabil. Er hat sich weder verschlechtert noch verbessert", sagte Sambias Berater Frederic Guerra der Zeitung Le Parisien: "Es ist wirklich hart. Wahrscheinlich hat er sich beim Einkaufen infiziert."



11:27 Uhr - WHO warnt vor Immunitätsausweisen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor sogenannten Immunitätsnachweisen für Menschen nach durchgemachter Corona-Infektion. Einige Regierungen hatten vorgeschlagen, Ex-Infizierten mit Corona-Antikörpern im Blut eine Art Covid-Pass auszustellen, damit sie beispielsweise früher zurück zur Arbeit können. Doch laut WHO ist die Annahme, dass Antikörper im Blut immun gegen das Virus machen, nicht ausreichend wissenschaftlich gedeckt: "Es gibt im Moment keinen Nachweis, dass Menschen, die sich von Covid-19 erholt und Antikörper haben, vor einer zweiten Infektion geschützt sind", teilte sie mit.


Die WHO warnt Menschen, die positiv auf das neue Coronavirus getestet wurden, vor der Annahme, sie seien immun und könnten nun die Maßnahmen ignorieren, die fast in aller Welt verhängt wurden, um weitere Ansteckungen einzudämmen. "Solche Immunitätsbescheinigungen würden das Risiko fortgesetzter Ansteckungen deshalb erhöhen", schreibt die WHO.


10:59 Uhr - Fahrplan für Kita-Öffnungen in Arbeit

Eine Öffnung der Kindertagesstätten ist bis Anfang Mai bundesweit nicht absehbar. Immerhin arbeiten die Familienminister der Länder an einen Fahrplan dafür. Bis Ende des Monats soll ein Beschlussvorschlag für die Landeschefs vorlegen, sagte Hamburgs Familiensenatorin Melanie Leonhard (SPD). "Wenn wir nicht wollen, dass die Eltern aus Verzweiflung irgendwann wieder die Kinder durch Großeltern und andere betreuen lassen, dann müssen wir dieses Thema jetzt intensiv abwägen."



10:33 - Kretschmann wirbt für Maskenpflicht in Ba-Wü


25.04.2020, Baden-Württemberg, Stuttgart: In der Stuttgarter Zeitung ist eine Anzeige der Landesregierung zu sehen, in der Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) für das Tragen eines Mundschutzes wirbt. (zu dpa:

Zeitungsanzeige der Landesregierung


© dpa, Christoph Schmidt, cdt axs



Per Zeitungsanzeige wirbt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann für die Einhaltung der ab Montag geltenden Maskenpflicht. "Aber bitte mit Maske!" heißt es in den Anzeigen. Auf dem Foto ist der Grünen-Politiker mit grauem Mund-Nasen-Schutz mit den drei Löwen aus dem Landeswappen zu sehen.


In Bussen, Bahnen und beim Einkaufen ist die Maske von Montag an in Baden-Württemberg Pflicht. Selbstgemachte Modelle sowie Tücher oder Schals, die Mund und Nase bedecken, sind ausreichend.



10:09 Uhr - Erst 30.000 Erntehelfer aus Osteuropa angemeldet

Nach der Einreisegenehmigung für 80.000 Erntehelfer haben sich laut Bauernverband bislang 30.000 angemeldet. "Wir rechnen damit, dass die Zahlen im Mai noch deutlich steigen werden, weil die Anmeldungen in der Regel erst kurz vor der Einreise erfolgen", sagte ein Sprecher.


Im Mai gilt der Bedarf nach Erntehelfern als besonders groß, da sich der Spargel mit den Erdbeeren überschneidet. Nachdem Landwirte Alarm geschlagen hatten, erteilte die Bundesregierung die Ausnahmeregel für einige Helfer aus Osteuropa.


Üblicherweise kommen pro Jahr 300 000 Saisonarbeiter nach Deutschland. Zudem versuchen Landwirte, die Lücken mit freiwilligen Helfern aus dem Inland zu füllen.



08:59 Uhr - Kinderärzte warnen: Eltern warten zu lange mit Arztbesuch


Chiropractic Doctor Adjusts Elementary Girl

Chiropractic Doctor Adjusts Elementary Girl


© Getty Images/iStockphoto, Jovanmandic



Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bringen viele Eltern ihre Kinder nach Medizinerangaben nicht mehr zum Arzt. Das habe teils bedrohliche Folgen, sagte Wolfgang Kölfen, Vorsitzender des Verbands Leitender Kinder- und Jugendärzte Deutschlands, der Rheinischen Post.


So habe es bereits Komplikationen bei Blinddarmentzündungen gegeben, weil Eltern zu lange gewartet hätten. Zudem fehle durch den Wegfall der Kitas ein Frühwarnsystem für Kinder aus schwierigen Verhältnissen.  Er fordert einen Schutzschirm für Kinder. 



08:49 Uhr - Klitschko schläft im Rathaus

Der frühere Box-Weltmeister Vitali Klitschko wird in seiner Funktion als Bürgermeister von Kiew von der Coronakrise zu ungewöhnlichen Maßnahmen gezwungen. "Ich schlafe in meinem Büro, ich arbeite von morgens bis abends" sagte der 48-Jährige im RTL-Interview: "Bei sehr vielen Sachen müssen wir sehr schnell reagieren. Wir sehen die Gefahren von anderen europäischen Städten."


Zur Eindämmung der Corona-Pandemie berät er sich auch mit dem Robert Koch-Institut, Bürgermeistern anderer europäischer Städte oder Experten aus Kiews Partnerstadt Wuhan, wo das Virus ausgebrochen war.


Klitschko hat in Absprache mit der Landesregierung in Kiew strikte Maßnahmen eingeführt. Die öffentlichen Verkehrsmittel haben ihren Betrieb längst komplett eingestellt, auch die Schule waren früher als in vielen anderen Städten geschlossen worden.



08:27 Uhr - Trump: Desinfektionsmittel spritzen? War nur "Sarkasmus"

Nach heftiger Kritik und offiziellen Warnungen hat sich US-Präsident Donald Trump bemüht, seine absurde Idee zu Desinfektionsmittel-Injektionen gegen das Coronavirus wieder einzufangen. Die Äußerung sei nur "Sarkasmus" gewesen, sagte er.


Einen Tag zuvor hatte Trump Forscher ermuntert, Möglichkeiten zu prüfen, Menschen im Kampf gegen das Virus direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Das löste Empörung und Spott aus. Katastrophenschutzbehörden und ein Hersteller von Desinfektionsmittel sahen sich veranlasst, Bürger öffentlich davor zu warnen, solche Flüssigkeiten einzunehmen.



08:19 Uhr - Chef der Innenministerkonferenz warnt vor Verschwörungstheoretikern


ARCHIV - 21.07.2017, Schweiz, Luzern: Der deutsche Sänger Xavier Naidoo steht beim Blue Balls Festival auf der Bühne. (zu dpa

Wird immer wieder im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien genannt: Sänger Xavier Naidoo.


© dpa, Alexandra Wey, aw abl sja



Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier, hat vor Gefahren durch Verschwörungstheoretiker in der Corona-Krise gewarnt. Die Verbreitung von Verschwörungstheorien erfülle ihn mit Sorge, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.


"Sicher, vieles ist abstrus, und man mag es belächeln", sagte der SPD-Politiker. "Vieles erinnert an die Reichsbürger. Die haben wir anfangs ebenfalls belächelt, bis sich ihre Ansichten verbreitet und sich einige irgendwann bewaffnet haben. Auch deshalb muss man diese Verschwörungstheoretiker jetzt im Auge behalten."


Für die Verbreitung dieser Theorien machte Maier nicht zuletzt die Tatsache verantwortlich, dass sich immer mehr Menschen nicht mehr über seriöse Medien, sondern nur über soziale Netzwerke informierten. 



08:09 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt




























Land 


Infizierte  Todesfälle
USA 890.524 51.017
Spanien 219.764 22.524
Italien 192.994 25.969
Frankreich 159.495 22.245
Deutschland 154.545 5.723
Großbritannien 144.635 19.506
weltweit 2.790.986 195.920


Quelle: Johns Hopkins Universität



Alle Infos und Entwicklungen vom 24. April 2020

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